09.05.2014

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Ein "Zivilisationsbruch"? Wie EU und USA Rechtsextreme für geopolitische Interessen instrumentalisierten

Ohne die bewaffnete Gewalt der Rechtsextremen, die etwa ein Drittel der Maidan-Aktivisten ausgemacht hätten, wäre ein Sturz der Janukowitsch-Regierung nicht möglich gewesen, so Tomasz Konicz. EU und USA hätten die Zusammenarbeit der CDU-nahen Klitschko-Partei "Udar" ("Der Schlag") und des jetzigen Ministerpräsidenten Jazenjuk mit Neonazis billigend in Kauf genommen, um in der Ukraine geopolitische Ziele durchzusetzen - ein "Zivilisationsbruch". Doch die ultrarechten Kräfte gerieten nun außer Kontrolle, überall im Land formierten sich Milizen, die Ukraine drohe zu einem "failed state" zu werden. Auch die ehemalige Ministerpräsidentin Timoschenko bilde bereits eigene Milizen, ebenso prorussische Kräfte in der Ostukraine. Zugleich würden zahlreiche Neonazis in die  Polizei und die Nationalgarde integriert.

Gäste: 
Tomasz Konicz, Journalist, Mitarbeiter der Gruppe "Krisis", Buchautor ("Politik in der Krisenfalle: Kapitalismus am Scheideweg")