09.05.2014

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Assozierungsabkommen und IWF-Konditionen: Ein Verarmungsprogramm für die Ukraine

Das EU-Assoziierungsabkommen, das von der Regierung Janukowitsch abgelehnt worden war und von der Jazenjuk-Regierung inzwischen teilweise unterzeichnet wurde, werde zu einem Zusammenbruch der ostukrainischen Industrie führen, so Tomasz Konicz, denn diese Industrie sei gegenüber westlichen Produkten nicht konkurrenzfähig. Dieser Zusammenbruch sei durchaus intendiert: Westliche Unternehmen könnten  auf diese Weise Flletstücke günstig kaufen, ähnlich wie nach dem Zerfall des Sowjetreiches. Ziel sei es außerdem, die Ukraine zu einem peripheren Billiglohnland zu machen. Die Kürzungsprogramme des IWF, denen sich die neue Regierung gebeugt hat, würden ähnlich verheerende Folgen wie in Griechenland haben. Die Krise der Ukraine sei darüberhinaus im Zusammenhang einer gesamtkapitalistischen Systemkrise zu sehen. Immer mehr Staaten würden kollabieren, die Krise fresse sich von der Peripherie langsam aufs Zentrum zu.

Gäste: 

Tomasz Konicz, Journalist, Mitarbeiter der Gruppe "Krisis", Buchautor ("Politik in der Krisenfalle: Kapitalismus am Scheideweg")