04.07.2014

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Vertreibungen und Proteste: Die WM als Mittel zur Durchsetzung neoliberaler Politik

Der US-Sportjournalist Dave Zirin berichtet während der WM regelmäßig aus Rio de Janeiro über die andauernden Proteste, das repressive Vorgehen der brasilianischen Sicherheitskräfte, den Einsatz von Tränengas und Schusswaffen. Er schildert auch, wie in den Favelas die Zwangsräumungen in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio fortgesetzt werden. Die sportlichen Großereignisse in Brasilien, so Zirin, würden als ein Art "trojanisches Pferd" benutzt, um neoliberale Politiken umzusetzen. Was hinter den Zwangsräumungen und der „Befriedungspolizei“ steckt und wie die Favela-Bewohner Widerstand gegen ihre Vertreibung organisieren, schildert der brasilianische Filmemacher Fausto Mota in seinem aktuellen Dokumentarfilm „Dominio Publico“ („Der öffentliche Raum“). Der Film zeigt zudem, welche Rolle Parteispenden, Korruption und Milliardenprofite mächtiger Investoren bei der WM und Olympiade spielen.

Gäste: 
Dave Zirin, Sportjournalist, Autor des Buches "Brazil's Dance with the Devil. The World Cup, the Olympics, and the Fight for Democracy"

sowie Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm "Dominio Publico" von Fausto Mota