09.11.2021
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Einleitung: 

Das Interview ist in Englisch, da wir keine Kapazitäten haben, es schnell mit einem deutschen Voice Over zu versehen. Es können zum besseren Verständnis aber englische Untertitel eingeschaltet werden. Eine deutsche Übersetzung wird nachgeliefert.

Rehman sieht in der Klimakrise "code red" erreicht für die Menschheit. Die Krise sei verbunden mit vielen anderen Krisen wie der Pandemie, Ungleichheit und Austerität. Die Frustration darüber wachse, daher würden Millionen auf die Straße gehen. Aber auf der COP werden diese Stimmen ausgegrenzt von den Verhandlungen. Die COP sei ein großer Greenwash. Die Versprechen von Regierungen und Unternehmen seien die gleichen wie vor zehn Jahren. Aber sie sind weder transparent noch hinterlegt mit Maßnahmen, so Rehman. Man brauche nun Taten und nicht nur Worte. Doch der Öffentlichkeit werde mit Klimaneutralität und falschen Lösungen Sand in die Augen gestreut, mit Hilfe der Medien. Jetzt bleiben nur noch 10 Jahren, um das Ruder rumzureißen. Es brauche dafür einen echten Green New Deal und Klimagerechtigkeit. Die reichen Staaten müssten bis 2030 dekarbonisieren. Es brauche nicht nur einen Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien, sondern auch einen gerechten Übergang insbesondere in Hinsicht auf den Globalen Süden und indigene Gruppen, deren Recht gewahrt werden müssten. Hoffnung auf die Wende geben ihm die erfolgreichen Proteste von Chile bis Indien.

Gäste: 

Asad Rehman ist Direktor von War on Want. Er war Leiter für internationales Klima bei Friends of the Earth. Rehman war zudem in Vorständen von Amnesty International UK, Friends of the Earth International und Global Justice Now. Er ist Sprecher von COP26 Coalition, einer Organisation, die die Proteste und den Peoples Summit for Climate Justice in Glasgow organisiert.