Kriegstechnologie habe eine selbsterzeugende Fähigkeit, sagt US-Kritiker Noam Chomsky. So habe man Laos und Kambodscha im Indochina-Krieg massiv bombardiert, weil man gerade die Flugzeuge in Nord-Vietnam wegen einer längeren Feuerpause nicht nutzen konnte. Das sei eine Lehre aus der Geschichte: „Die Ressourcen existieren, sie werden immer größer, (…) sie wollen immer mehr genutzt werden. Wenn ein Ziel verschwindet, suchen wir ein neues.“ Zudem würden die Technologien wie z.B. im US-Krieg gegen die Philippinen als Überwachungstechnologie in den bekämpften Gebieten, später auch im eigenen Land eingesetzt.“ Das sei auch jetzt wieder zu beobachten, so Chomsky. Das Konzept von „Dirty Wars“ entstamme nicht neuen Ideen, sagt Scahill. Die Spezialeinheit JSOC sei nach der gescheiterten Geiselbefreiung im Iran 1980 gegründet worden. Doch erst Rumsfeld und Cheney hauchten JSOC Leben ein und machten aus den Elitekräften nach 9/11 eine Schattenarmee des US-Präsidenten. In Fragen der Nationalen Sicherheit war das Weiße Haus für Cheney und Rumsfeld im Grunde eine Diktatur. Obama habe die exekutiven Befugnisse dann weiter ausgeweitet, jage jetzt Whistleblower und unliebsame Journalisten, wie den jemenitischen Reporter Abdulelah Haidar Shaya, den er wegen kritischer Berichte über US-Anschläge vom jemenitischen Diktator Saleh ins Gefängnis stecken ließ. Chomsky: „Wenn die Verantwortlichen von uns keine Beurteilung erfahren, wenn schon nicht vor Gericht, so doch zumindest in der öffentlichen Meinung, dann verhalten wir uns, wie Jeremy es sagte, nicht als verantwortliche Menschen.“